wer wir sind Engagement und Mitgestaltung.

Die THW-Bundesvereinigung e.V. versteht sich als Kommunikatorin und Brücke zwischen THW, THW-Jugend, Ehrenamt, Politik und Wirtschaft.

Die THW-Bundesvereinigung e.V. (THW-BV) ist Impulsgeberin in das THW hinein und trägt wichtige Anregungen und Gedanken nach außen. Sie informiert, vermittelt und fragt nach. Organisatorisch gehört das THW als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Es sind nur zwei Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptberuflich für das THW tätig. Der Hauptteil engagiert sich ehrenamtlich in den bundesweit 668 Ortsverbänden.

Die Ausstattung des THW wird vom Bund beschafft, bereitgestellt und zusammen mit den Ortsverbänden unterhalten. Dies erfolgt nach einer festgelegten Stärke- und Ausstattungsnachweisung (StAN). Um individuelle Bedürfnisse wie zum Beispiel die örtliche Gefahrenabwehr in den Ortsverbänden dennoch zu berücksichtigen, wurden auf Ortsebene bundesweit Fördervereine gegründet. Die THW-BV ist der Dachverband dieser bundesweiten Fördervereine. Welche Aufgaben und Ziele die THW-BV verfolgt, erfahren Sie hier.

 

Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten und seinen drei Vizepräsidenten.

Der Vorstand trägt Verantwortung für die laufenden Geschäfte. Er trifft Entscheidungen, die kurzfristig getroffen werden müssen, sofern sie nicht dem Präsidium und / oder der Bundesversammlung vorbehalten sind. So führt es die Geschäfte, die zwischen Präsidiumssitzungen anfallen. Der Vorstand setzt Beschlüsse im Sinne des Präsidiums um und ist gegenüber diesem rechenschaftspflichtig. Er fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen gemeinsam und handelt dabei als Kollegialorgan. Die Amtsdauer richtet sich nach den Bestimmungen der Amtsdauer des Präsidiums.

Motivation und Portrait der Vorstandsmitglieder

Marian Wendt ,MdB Präsident

Martin Gerster ,MdB Vizepräsident

Ralph Dunger Vizepräsident

Christian Herrmann Vizepräsident

Zur Person

Marian Wendt
Präsident THW-Bundesvereinigung

»Das THW ist, im Verbund mit den anderen Blaulichtorganisationen, ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland. Gerade als Unterstützungskräfte oder im Katastrophenschutz sind wir ein wichtiger Partner. Als THW-Bundesvereinigung e.V. verstehen wir uns als Bindeglied zwischen dem THW und den politischen Entscheidungsträgern Wir sensibilisieren und werben für die so wichtige Arbeit im Bund und den Verbänden vor Ort.«


Lebenslauf

  • Geboren am 9. Juni 1985 in Torgau; evangelisch-lutherisch; ledig
  • Abitur am Joe-Polowsky-Gymnasium Torgau
  • Studium zum Dipl.-Verwaltungswirt (FH) und Master of Laws (Recht der öffentlichen Verwaltung)
  • 2009 Praktikum im US-Kongress in Washington D.C.
  • im Rahmen des Studiums verschiedene Praktika und studentische Anstellungen in Behörden, Einzelhandel und im Tourismus
  • 2010-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro von Manfred Kolbe, MdB
  • 22. September 2013 Wahl in den 18. Deutschen Bundestag im Wahlkreis 151 Nordsachsen mit 45,6 Prozent der Erststimmen
  • 24. September 2017 Wahl in den 19. Deutschen Bundestag im Wahlkreis 151 Nordsachsen mit 32,8 Prozent der Erststimmen

Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag

  • Ordentliches Mitglied: Petitionsausschuss (Vorsitzender); Ausschuss für Inneres und Heimat; Gremium nach Artikel 13 Absatz 6 des Grundgesetzes
  • Weitere Funktionen im Deutschen Bundestag: stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Italienischen Parlamentariergruppe; Mitglied der Deutsch-Südosteuropäischen Parlamentariergruppe und des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipei; stellv. Mitglied der Interparlamentarischen Union (IPU)
  • Funktionen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Mitglied im Vorstand der Jungen Gruppe; Mitglied des Parlamentskreises Mittelstand; Mitglied der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten; Mitglied der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt

Weitere Mitgliedschaften

  • seit 2018 Präsident der THW-Bundesvereinigung e.V.
  • seit 2017 Mitglied des Beirates des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt

Ehrenamtliche Mitgliedschaften im Landkreis Nordsachsen

  • seit 2015 Vorsitzender des Kreisverbandes CDU Nordsachsen
  • seit 2015 Vorsitzender des Landesfachausschusses „Innere Sicherheit“ der Sächsischen Union
  • seit 2014 Mitglied im Kreistag
  • Kreisvorsitzender der Jungen Union 2004 bis 2015
  • Mitglied im Vorstand der CDU Torgau von 2003 bis 2013
  • Mitglied im Vorstand CDU Torgau-Oschatz seit 2004 (seit 2008 CDU Nordsachsen)
  • Jugendstadtrat Torgau von 2002 bis 2005
  • Mitglied der Mittelstandsvereinigung (MIT) Nordsachsen
  • Mitglied der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.
  • Mitglied im Förderverein Freiwillige Feuerwehr Torgau
  • Mitglied Torgauer Geharnischtenverein e.V.
  • seit 2014 Vorstandsmitglied im Förderverein Hospizarbeit Nordsachsen

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Zur Person

Martin Gerster
Vizepräsident THW-Bundesvereinigung

»Die Helferinnen und Helfer des THW sind da, wann und wo auch immer Menschen in Not geraten und auf Unterstützung angewiesen sind. Sie sind gute Botschafter für unser Land in aller Welt, aber auch für Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Wenn es das THW nicht schon gäbe, müsste man es sofort erfinden und gründen!«


Lebenslauf

  • Geboren am 30. August 1971 in Biberach an der Riß; römisch-katholisch; verheiratet.
  • 1978 bis 1982 Braith-Grundschule Biberach.
  • 1983 bis 1991 Pestalozzi-Gymnasium Biberach.
  • 1991 bis 1993 Ausbildung zum Redakteur bei Radio 7.
  • 1994 bis 2002 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Magister Artium.
  • 1993 bis 2002 Freier Journalist u. a. für die Schwäbische Zeitung, Radio 7 und ZDF.
  • 1999 bis 2000 Mitarbeit beim Democratic National Committee in Washington und „Hillary Clinton for Senate“ in New York.
  • 2000 bis 2001 Landtagswahlkampf für Ute Vogt, SPD in Baden-Württemberg.
  • 2002 bis 2005 Parlamentarischer Berater im Landtag.
  • Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2005.

Mitgliedschaften unter anderem bei:

  • Vorstandsmitglied des Fördervereins Schwarzbach-Schule Biberach e.V.
  • Medienwerkstatt Biberach und Förderverein Piéla-Bilanga e.V. für Schulen
  • Vizepräsident der THW-Bundesvereinigung e.V. (ehrenamtlich)
  • Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • Bürger für artgerechte Nutztierhaltung e. V.
  • 1990 Eintritt in die SPD. Seit 2001 Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Biberach.

Mitgliedschaften in Parlamentarischen Gremien:

Ordentliches Mitglied:

  • Haushaltsausschuss (seit 2014)
  • Rechnungsprüfungsausschuss (seit 14.05.2018, Obmann für die SPD-Fraktion)
  • Vertrauensgremium gemäß § 10a Abs. 2 BHO (seit 27.02.2018)

Stellvertretendes Mitglied:

  • Innenausschuss (seit 20.02.2018)
  • Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen (seit 25.04.2018)
  • Ausschuss Digitale Agenda (seit 20.02.2018)

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Zur Person

Ralph Dunger
Vizepräsident THW-Bundesvereinigung

»Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW erbringen ihren Dienst für die Allgemeinheit in der Struktur einer Bundesbehörde. Politische Rahmenbedingungen, Gesetze, Verwaltungsverfahren und Haushaltsrecht setzen dem eigenverantwortlichen Handeln Grenzen. Hier kann die Bundesvereinigung als eingetragener ('Förder-') Verein freier agieren und sich für die Belange der Helferinnen und Helfer und der Bundesanstalt THW, auch öffentlich, fordernder einsetzen. Dies' zu unterstützen ist mein Antrieb, mich in der Bundesvereinigung zu engagieren. «


Über mich:

Ich bin 1950 in Wetter an der Ruhr(NRW) geboren, seit 1998 verheiratet und habe 2 Kinder.

Mein Vater war 1957 Mitbegründer des THW-Ortsverbandes Wetter, seit dem war auch die gesamte Familie dem THW Virus verfallen. Offiziell ins THW eingetreten bin ich 1964. Nach dem Abitur leistete ich aber zunächst 12 Jahre Dienst bei der Bundeswehr(Pioniertruppe), gehörte mit zu den ersten Absolventen der BW- Hochschule München und machte dort den Abschluss als Dipl Ing Bauwesen. Die letzten drei Dienstjahre führte ich noch eine Pionierkompanie in Lorch/Rhein. Zum 01.10.1983 übernahm ich die Stelle des Hauptsachgebietsleiters Ausbildung im THW Landesverband Niedersachsen. Es folgten eine Reihe Auslandseinsätze als Einsatzleiter wie z.B. in Armenien, Äthiopien, Eritrea, Aserbaidschan, Iran, Indonesien, Russland.

Ende 1995 wechselte ich als der erste Landesbeauftragte des neu gegründeten Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern u. Schleswig-Holstein nach Kiel. 2005 beerbte ich meinen ehemaligen Chef als Landesbeauftragter für Bremen u. Niedersachsen in Hannover. Seit Anfang 2016 bin ich im Ruhestand.

Zur Person

Christian Herrmann
Vizepräsident THW-Bundesvereinigung

»Ich möchte meine Erfahrungen als ehrenamtlicher Helfer und gleichzeitig als mittelständischer Unternehmer in die THW-Bundesvereinigung e.V. einbringen und damit die Behörde THW und das Ehrenamt verbinden. Vom Engagement der Ehrenamtlichen kann jeder Unternehmer profitieren, deswegen möchte ich das Bewusstsein der Unternehmer für dieses Engagement schärfen, damit sich auch weiterhin viele Menschen im Zivil- und Katastrophenschutz engagieren. Ich habe mir vorgenommen, für die Helferinnen und Helfer Mehrwerte zu schaffen, damit sie sich auch zukünftig motiviert für unser THW einsetzen.«


Über Mich

Ich bin am 24.12.1978 in Potsdam geboren, verheiratet und habe einen Sohn und zwei Töchter.

Nach meiner Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann, erlangte ich 2000 die Berufsbezeichnung Unternehmer im nationalen und internationalen Straßenverkehr. Ich bin 1996 in das Familienunternehmen eingestiegen und später Geschäftsführer der Dr. Herrmann Touristik GmbH geworden. Seit 2007 bin ich Inhaber der Dr. Herrmann Gruppe, mit 260 Mitarbeiter und einem jährlichen Umsatz von ca. 14 Millionen Euro.

Seit 1997 engagiere ich mich ehrenamtlich. Anfangs als Angehöriger der Freiwilligen Polizei Reserve/ Freiwilliger Polizeidienst/ Gruppenführer und Streifenführer. 15 Jahre war ich Reservist in der Bundeswehr.

Von 2005 bis 2015 Mitglied war ich im Prüfungsausschuss der IHK Berlin für die fachliche Eignung zum Unternehmer im internationalen Straßenpersonenverkehr, im IHK -Verkehrsausschuss und assoziiertes Mitglied im Ausschuss Bauleitplanung. Seit über 10 Jahren bin ich als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Berlin tätig.

2001 bin ich in das THW eingetreten und dort als Kraftfahrer, Ortsjugendbeauftragter in Frankfurt/ Oder und als Auslandsexperte tätig. Im April 2019 hatte ich meinen ersten Auslandseinsatz in Jordanien und war für die materielle Sicherstellung und die Versorgung des Ausbildungsprojektes „Maintenance and Care“ verantwortlich - eine spannende, manchmal auch anstrengende aber insgesamt eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Selbstverständnis und Ziele

Im bildlichen Sinne sieht sich die THW-Bundesvereinigung e.V. als Motor, der das Zahnrad mit bewegt.

Das THW ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Mit seinen rund 80.000 ehrenamtlichen und rund 1800 beruflichen Angehörigen ist es weltweit einzigartig. Es gibt keine vergleichbare Organisation des Staates. Das Engagement der Angestellten im THW und das ehrenamtliche Engagement der tausenden Bürgerinnen und Bürgern für eine staatliche Organisation, kann Vorbild für viele Lebensbereiche sein.

Die THW-BV hat es sich deswegen u.a. zur Aufgabe gemacht, das gesellschaftliche Bewusstsein für den Zivil- und Katastrophenschutz sowie für das Ehrenamt zu stärken. Das erreicht sie, in dem sie zusammen mit der THW-Jugend e.V. die Jugend zur tätigen Nächstenhilfe sowie zum sozialen Verhalten in der Gemeinschaft anregt. Die THW-BV setzt auf das Lernen von und miteinander und unterstützt den Austausch zwischen den Generationen.

Sie stößt Denkprozesse an und fördert den Dialog zwischen Politik, Gesellschaft und anderen Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes. Die THW-BV setzt sich mit zukunftsrelevanten Fragen in den Bereichen Ehrenamt, Katastrophenschutz und Sicherheit auseinander und ist Impulsgeberin in das THW hinein und trägt wichtige Anregungen und Gedanken nach außen.

Ohne politische Unterstützung geht es nicht. Deswegen wird sich die THW-Bundesvereinigung e.V. auch weiterhin dafür einsetzen, dass das THW regelmäßig und flächendeckend mit technischen Hilfeleistungen und Einsätzen in Deutschland tätig ist und ein anerkannter und notwendiger Partner im integrierten Hilfeleistungssystem der Bundesrepublik Deutschland bleibt.

Die THW-BV fördert durch diese Maßnahmen das Ehrenamt und trägt dazu bei, dass sich auch zukünftig Menschen für das THW, für den Zivil- und Katastrophenschutz ehrenamtlich einsetzen.

Struktur Bundesvereinigung

Die THW-Bundesvereinigung e.V. unterstützt die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und das Ehrenamt.

Die Ziele und Aufgaben der THW-BV sind in der Satzung festgeschrieben. Die Bundesversammlung ist das oberste Verbandsorgan der THW-BV und entscheidet über die strategische Ausrichtung und die Vereinsarbeit.

Organigramm

Bundesversammlung

Satzung

Bundesversammlung

Die Bundesversammlung besteht aus den Delegierten der Mitgliedsverbände, denen der THW- Jugend e.V. und dem Präsidium sowie dem Präsidenten der Bundesanstalt THW und dem Bundessprecher mit beratender Stimme.

Die Anzahl der Delegierten der THW-Landesvereinigungen wird an das THW-Komponentenmodell gekoppelt. Die Anzahl der Delegierten der THW-Landesvereinigungen wird auf 100 festegelegt. Festgelegt ist auch die Zahl der Grundmandate; jede Landesvereinigung entsendet zwei Delegierte. Bei THW-Landesvereinigungen, die mehr als ein Bundesland abdecken, gibt es Zusatzmandate; heißt: für jedes weitere Bundesland ein Mandat. Die Zahl der Delegierten abzüglich der Grund- und Zusatzmandate wird prozentual durch das Komponentenmodell vergeben. Die THW-Jugend e.V. entsendet analog der Anzahl der Landesjugenden eine/n Delegierten. In einem fünfjährigen Turnus wird die Überprüfung des Komponentenmodellschlüssels empfohlen.

Marian Wendt Bundesversammlung in Walsdorf
Marian Wendt, MdB ist seit 2018 Präsident der THW-Bundesvereinigung e.V.

Die Bundesversammlung wird mindestens alle zwei Jahre einberufen. Sie ist ferner einzuberufen, wenn dies von den Vorständen mindestens dreier Mitgliedsverbände oder mindestens einem Drittel der Förder- und Ehrenmitglieder schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt oder vom Präsidium mit 2/3 Mehrheit beschlossen wird.

Die Bundesversammlung beschließt insbesondere über:

  • Wahl der Vorstandsmitglieder
  • Entlastung des Präsidiums
  • Wahl von mindestens zwei Kassenprüfern und mindestens zwei Stellvertretern
  • Wahl des Schiedsgerichts
  • Satzungsänderungen
  • Auflösung des Vereins
  • die Höhe der Mitgliedsbeiträge
  • Umlagen und ihre Höhe
  • Langfristige Finanzplanungen
  • Abberufung der gewählten Mitglieder des Präsidiums
  • Entscheidung über Widerspruch gegen Ausschluss eines Mitgliedes

Die Bundesversammlung ist das oberste Verbandsorgan der THW-Bundesvereinigung und entscheidet über die strategische Ausrichtung der Vereinsarbeit.

Satzung

Hier können Sie unsere aktuelle Satzung herunterladen.

Die Geschichte der THW-BV

„Der Verein sieht sich nicht als Konkurrenz zur Bundesanstalt Technisches Hilfswerk oder deren gewählter Helfervertretung. Er will vielmehr die Arbeit der Vorgenannten nach Möglichkeit unterstützen und fördern. Der Verein nimmt zu gesetzlichen und anderen Regelungen, die den Aufgabenbereich des Technischen Hilfswerks betreffen, Stellung."

Dieser Passus aus der Gründungssatzung findet sich heute noch mit der gleichen Aussage in der aktuellen Satzung.

15. Mai 1980:
Gründung „Vereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerks e.V."

Der erste Präsident ist Jürgen Ständer. Regierungsdirektor Ferdinand Ständer aus der THW-Leitung gilt als einer der geistigen Gründungsväter dieser Einrichtung. Konsul Peter Merck und Hans-Joachim Wiegand sind die ersten Vizepräsidenten.

Die Aufgaben des Helferverbandes: Förderung des Technischen Hilfswerks

  1. Beschaffung von Ausstattung,
  2. Finanzierung von Maßnahmen und Veranstaltungen, die ausschließlich der Rettung von Menschenleben aus Lebensgefahr dienen
  3. Förderung der Jugendpflege innerhalb des Technischen Hilfswerkes
  4. Durchführung von sozialen, humanitären und caritativen Maßnahmen.

Am 2. September 1980:

Helferverband erhält die Anerkennung der Gemeinnützigkeit


1981–1982:
Der Verein wächst mit und an seinen Aufgaben

Ferdinand Ständer wird erster Bundesgeschäftsführer.

Am 22. Mai 1982 wird Friedrich Späth (Essen) zum neuen Präsidenten der THW-Helfervereinigung gewählt.


1984:
THW –Jugend wird gegründet

Die THW-Jugend wird als autonomer Jugendverband gegründet. Ziel der Jugendarbeit ist u.a. geeignete Nachwuchskräfte für das THW zu gewinnen. Eine wichtige Entwicklung für die Zukunft des Technischen Hilfswerkes.

Paul-Josef Wilmes (Nordrhein-Westfalen) wird erster Bundesjugendleiter. Manfred Düll (Hamburg), und Rainer Nipp (Saarland) seine Stellvertreter.


1985:
Hauptamtliche Verstärkung

Im Oktober 1985 beginnt Helmut Hergarten als hauptamtlicher Geschäftsführer seine Arbeit, unterstützt durch weitere Mitarbeiter.


1986:
Neuer Präsident, neue Satzung

Hans-Joachim Wiegand wird neuer Präsident der THW-Helfervereinigung. Seine Stellvertreter sind Dr. Jürgen Becker (Nordrhein-Westfalen) und Johannes Gerster, MdB (Rheinland-Pfalz).


1986:
selbstständige Fördervereine

Das System mit hunderten unselbstständigen Ortsvereinen ist unflexibel und der Nachweis der Gemeinnützigkeit schwer zu führen. In der Bundesversammlung wird deshalb eine neue Satzung verabschiedet, die die Gründung von selbstständige Fördervereine (e.V.) auf Ortsebene vorsieht. Für jeden THW-Ortsverband soll ein Förderverein bestehen. In ihm sollen alle Helfer Mitglieder sein, neben möglichst zahlreichen Förderern. Ausschließlicher Zweck ist die Unterstützung der Arbeit der THW-Ortsverbände und der THW-Jugend.


1986:
selbständige Landesvereinigungen

Die unabhängigen, örtlichen Fördervereine schliessen sich in selbstständige Landesvereinigungen e.V. zusammen, die auch selbstständig über ihre Aktivitäten und Ziele entscheiden. Etliche Landesvereinigungen haben zum Beispiel zugunsten der angeschlossenen THW-Helfer Unfallversicherungen abgeschlossen. 

In vielen Landes- und Ländervereinigungen sind Bundes- oder Landespolitiker als Vorsitzende gewählt.


1987:
Die THW-Landesvereinigungen e.V. geben sich das Dach THW-Bundesvereinigung

Ihre Aufgaben stehen analog zu den landesspezifischen Aufgaben auf der Bundesebene, z.B. in den Bereichen Politik und Wirtschaft. Hinzukommt die Zusammenarbeit und Weiterentwicklung des Zivil- und Katastrophenschutzes mit allen Hilfsorganisationen und die Mitwirkung bei nationalem und internationalem Erfahrungsaustausch über technische Hilfeleistung.


1989:
Dauerthema: Struktur und Finanzen

Johannes Gerster, MdB wird Präsident der Bundeshelfervereinigung. Seine Vizepräsidenten sind Horst Frentrup (Nordrhein-Westfalen) und Hans-Joachim Wiegand (Baden-Württemberg). Schatzmeister wird Peter Weiler (Nordrhein-Westfalen).

Durch intensive Bemühungen der THW-Bundeshelfervereinigung hat der Haushaltsausschuss des Bundestages Gerätschaften im Wert von 2,4 Mio DM zur Verfügung gestellt.


1991:
Neue Bundesländer, neue Aufgaben auch für das THW

Die Vermittlung der Leitgedanken der Helfervereinigung in ihren unabhängigen unterschiedlichen Ebenen gelingt nicht in allen neuen Bundesländern gleich gut. Für das THW, das im Zentrum aller Bemühungen der THW-Bundeshelfervereinigung steht, hat dieses Jahr eine besondere Bedeutung: Die Mitwirkungsverordnung und Helferrichtlinie tritt in Kraft. Daran hat auch die Bundeshelfervereinigung mitgewirkt, die z.B. den Status des „Reservehelfers" etablieren half.


1991
wird die THW-Jugend als Verein beim Amtsgericht Bonn eingetragen

1992:
Besonnenheit und Dialogbereitschaft

Präsident Johannes Gerster, MdB sieht als künftige Kernaufgabe der Bundeshelfervereinigung „die Forcierung der Öffentlichkeitsarbeit und die Mitwirkung an der neuen Struktur des Katastrophenschutzes in der Bundesrepublik Deutschland" .

Einstimmig wird der Antrag an das BMI „zur Befürwortung der Vollziehung der Verselbstständigung der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk zum 1. Januar 1993" beschlossen.


1993:
Errichtung einer eigenständigen Bundesoberbehörde THW

Im Januar wird das Technische Hilfswerke eine eigenständige Bundesoberbehörde.

Das Technische Hilfswerk war seit 1958 in das Bundesamt für den Zivilen Bevölkerungsschutz eingegliedert. 1984 war eine Teilverselbstständigung durch den Erlass über die Neugestaltung der THW-Leitung erfolgt. Mit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk" (kurz „THW-Helferrechtsgesetz") schauf der Gesetzgeber mit Beginn des Jahres 1990 die rechtliche Grundlage für ein eigenständiges THW.

1993 findet auch der Bundeswettkampf des THW in Berlin statt. 


1994:
Turbulenzen für das THW bedeuten Arbeit für die Lobby

Dr. Klaus-Dieter Uelhoff, MdB wird neuer Präsident und löst Johannes Gerster, MdB ab. Die neue Struktur sorgt für ein unruhiges Jahr. Viele aus dem THW und der THW-Helfervereinigung engagierten sich über die Maßen, um zu verhindern, dass das Ehrenamt der Sparsamkeit der Bundesregierung zum Opfer fällt. Das veränderte politische Umfeld setzt die Prioritäten im Zivilschutz bzw. im erweiterten Katastrophenschutz neu und ist mit die Ursache dafür, dass sich die Bundesregierung weit aus diesen Bereichen zurückzieht.

Das Technische Hilfswerk, auch in diesen Zeiten stark unterstützt von der THW-Helfervereinigung, geht mit einem konkreten Mengengerüst in eine fünfjährige Umbauphase.


1995 - 1996:
Einmal THW - immer THW

Die THW-Bundeshelfervereinigung verhindert die „Abschaffung" der Althelfer und sichert eine Mitgliedschaft im THW auf Lebenszeit.

In die Diskussion um die Höhe der Haushaltsmittel bringt sich die THW-Bundeshelfervereinigung stark ein. Der Haushalt wird letztlich bei 190 Mio DM für fünf Jahre festgeschrieben. Außerdem erreicht sie, dass das THW jährlich Material bis zum Wert von sechs Millionen Mark vom Bundesgrenzschutz, der Bundeswehr, von der Nationalen Volksarmee und von den Alliierten Streitkräften übernehmen kann.

 


1998:
Neuer Präsident, neues Präsidium, neuer Name

Die Bundesversammlung wählt Hans-Joachim Fuchtel, MdB zum Nachfolger des zurückgetretenen Präsidenten Ulf Uelhoff. In der gleichen Versammlung beschliessen die Delegierten die neue Vereinssatzung. Die wichtigsten Veränderungen sind:

  1. die neu geschaffene Möglichkeit, Fördermitglieder und Ehrenmitglieder auch auf Bundesebene aufzunehmen
  2. die Namensänderung des Kurzbegriffes in „THW-Bundesvereinigung"
  3. die Änderung der Zusammensetzung des Präsidiums

Dem Präsidium gehören neben dem Präsidenten, der Vizepräsidentin (U.Titze-Stecher, MdB), dem Geschäftsführenden Vizepräsidenten (F. Schulze), dem Schatzmeister (P. Weiler) und der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit (S. Schneider-Fuchs) auch die Vorsitzenden der Mitgliedsvereine aus allen Bundesländern und die THW-Jugend an. Beratende Mitglieder des Präsidiums sind weiterhin der THW-Bundessprecher und der THW-Präsident.


2000:
Das Jubiläums-Jahr: 50 Jahre THW und 30 Jahre THW-Bundesvereinigung

Die 50-Jahr-Feier des THW und die 20-Jahr-Feier der THW-Bundesvereinigung finden vom 15. – 17. September 2000 in Berlin in einem großen Rahmen statt.

Das Ehrenamt präsentiert sich mit allen Facetten des Einsatzspektrums. Die Bundesregierung bringt mit einem Festakt im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Staatssekretär Fritz-Rudolf Körper: „Ich bin stolz, ein solches „Unternehmen" im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums zu wissen".

Bundesinnenminister Otto Schily beim Empfang des Direktors THW, Gerd-Jürgen Henkel, im Weltsaal des Auswärtigen Amtes: „Die Regierung muss dafür sorgen, dass die Arbeit des THW in bewährter Weise fortgesetzt und aufgebaut werden kann und dass dafür die finanzielle Unterstützung zur Verfügung steht".


2001:
Die Zeichen standen auf Sturm

Sturm Lothar in Frankreich sorgte für den größten bisher dagewesenen THW-Einsatz.

Die prekäre Haushaltssituation des THW forderte die politischen Aktivitäten der THW-Bundesvereinigung heraus. Mit vereinten Kräften gelang es, die Parlamentarier vom Finanzbedarf „ihrer Hilfsorganisation" zu überzeugen. Weitere 25 Millionen DM wurden für THW bereit gestellt.

Nach den Anschlägen in Amerika am 11. September 2001 änderten sich viele Betrachtungsweisen. In Folge der neuen Prioritätensetzung im Bevölkerungsschutz, legte die Bundesregierung das Anti-Terror-Programm auf. Ein Aspekt darin war die finanzielle Zuweisung an das THW zur Beschaffung von Gerät und Ausbildung. Das bedeutete weitere 25 Millionen DM. Damit erreichte der Haushalt 2002 einen Aufwuchs von 50 Millionen DM.


2002:
Das THW wird eine Präsidial-Behörde

Mit dem Jahr 2001 endete die Ära der Direktoren im THW. Gerd-Jürgen Henkel wechselte nach 15 Jahren an der Spitze der Hilfsorganisation des Bundes ins Bundesinnenministerium. Im Februar 2002 trat THW-Präsident Dr. Georg Thiel sein Amt an: Das THW hat eine politische Aufwertung zu einer Behörde mit einem Präsidenten an der Spitze erfahren.

Ab März 2002 hat die THW-Bundesvereinigung ihren Sitz von Bonn nach Berlin verlegt, um noch näher am „Puls des Geschehens" zu sein.


Kontakt

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10117 Berlin

Bundesgeschäftsstelle
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Leitung der Bundesgeschäftsstelle
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+49 30 2887698-10
heike.kneip@thw-bv.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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+49 30 2887698-14
swana.hoffmann@thw-bv.de

Veranstaltungen „Berlin Seminar“
Stefanie Treutler
+49 30 2887698-12
stefanie.treutler@thw-bv.de

Mitarbeiter
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+49 30 2887698-11
thomas.schuenemann@thw-bv.de

Michael Hartmann
+49 30 2887698-13
michael.hartmann@thw-bv.de